Zwillingspapa „Twindad“ aus Stralsund

Im Sommer 2013 habe ich mal angefangen, meine Gedanken runterzuschreiben. Das Zwillinge unterwegs sein werden, wusste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch gar nicht. Im Dezember 2013 dann die unerwartete Überraschung. Meine Freundin war schwanger. Ok – bissl ungeplant – sie hatte gerade begonnen, sich als Grafikerin selbständig zu machen. Aber der Hammer kam dann im Januar 2014 – wir haben erfahren, das es Zwillinge werden. Da die Schwestern meiner Freundin Zwillinge sind und ihre Uroma auch ein Zwilling war, war das Thema zwar nicht unbekannt – aber da normalerweise eine Generation übersprungen wird, hätten wir jetzt nicht grundsätzlich damit gerechnet. Mein ALLERERSTER Gedanke, nachdem ICH realisiert hatte, das es Zwillinge werden … *trommelwirbel* … „Halt die Klappe. Halt bloss die Klappe.“ (gerichtet an die Frauenärztin, die gerade gemeint hatte „Ach, haben Sie das eigentlich gesehen?“ Meine ersten Worte danach „Ich glaub, ich erschieß mich“, allerdings bereits begleitet von einem verschämten und etwas verwirrten Grinsen. Mittlerweile bin ich natürlich froh, mich nicht erschossen zu haben 😉 :D.
Geboren wurden unsere Zwillinge „Yin“ und „Yang“ 😉 im Juni 2014 – in der Nacht des Deutschland-Ghana-WM-Spiels. Unsere Hebamme hatte die Deutschlandfahne auf die Wange gemalt und während der ersten Wehen habe ich vom aus Liveticker meine Freundin informiert, wie das Spiel steht. Wir haben also WM-Kinder 😀 😉 Da die beiden zu früh kamen, mussten sie noch ca. 7 Wochen auf der Frühchenstation verbringen, bevor wir sie endlich nach Hause holen konnten. Seit August sind wir also zu viert zu Hause.
Ähm .. Moment .. eigentlich habe ich ja fünf Kinder. Aber vom Aufwachsen meiner ersten drei Kinder aus erster Ehe habe ich leider nicht so viel mitbekommen – bewusst oder unbewusst, gewollt oder ungewollt. Irgendwie stand hauptsächlich die Arbeit im Vordergrund – vielleicht auch, um das nötige Kleingeld für die drei in der Hand zu haben. Natürlich gibt es hier und da ein paar Schnappschüsse und Erinnerungen, aber nicht so intensiv, wie ich das gerade bei den Zwillies erlebe. Wir haben von vornherein Tagebuch geschrieben, aber viel zu oft liegen zwischen den Einträgen viel zu viele Tage. Das ist einer der Gründe, warum ich jetzt gerne und viel schreibe. Zum einen, weil es mir einfach Spass macht, zum anderen, um zeitnah für mich/uns und die Twins festzuhalten, wie sie bei uns aufwachsen, was wir mit den beiden erleben, was sie uns geben.
Seit März 2016 stehen wir beide (meine Freundin – mittlerweile Verlobte) und ich wieder voll in Arbeit. Ich betreibe eine Werbeagentur, sie ist selbständige Grafikdesignerin. Davor war Mama mit den beiden zu Hause, aber nun gehen die beiden in die Krippe. Wir wohnen in einem Miethaus am Stadtrand der schönen Stadt Stralsund, dem Tor zur Insel Rügen. Was uns so tagtäglich passiert … lest selbst …
 

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